Schnittmuster im Mittelalter

Leider sind aus dem Mittelalter nur wenige Gewandungen erhalten geblieben aus denen sich Schnittmuster rekonstruieren lassen. Die meisten historischen Schnittmuster, die wir heute zur Verfügung haben wurden anhand von Zeichnungen oder Statuen erstellt. Schnittmuster, wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die Schneider im Mittelalter fertigten die Gewandung nur mit Hilfe ihrer Handwerkskunst an. Das zuschneiden der Stoffe war allein dem Meister vorbehalten, der seine Schnitte nur selten an Lehrlinge weiter gab.

Die Stoffe musste sich der Kunde bei einem Tuchhändler besorgen und brachte sie dann zum Schneider. Das fertigen auf Vorrat oder gar Massenproduktion war zu jener Zeit nicht erlaubt.

Nur wenige Schneider brachten es mit ihren Gewandungen zu Wohlstand. Die Breite Masse nagte am Hungertuch, was sich in Märchen wie dem tapferen Schneiderlein widerspiegelt.

Die meisten Schneider waren hauptsächlich damit beschäftigt alte Gewandungen zu Flicken, da neue Gewandung sehr teuer war.

Die begabtesten Schneider entwickelten jede Saison neue modische Schnitte und waren somit die Modeschöpfer des Mittelalters und der Renaissance.

Eine große Sammlung von mittelalter Schnittmustern findet sich auf dieser Seite (link)

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